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Toskana

Ca‘ Marcanda di Gaja

Nur wenige Erzeuger ragen in ihrer Heimat derart heraus wie Angelo Gaja im Piemont. Vor einigen Jahren rief er als Außenseiter das Weingut Ca’Marcanda an der toskanischen Küste ins Leben. Die Maremma war jahrhunderte lang Sumpfgebiet. Der Küstenstrich zwischen Livorno und Latio wurde erst 1850 trockengelegt und urbar gemacht. Beim Erwerb des Gutes 1996 wurden 60 ha Weingärten neu angelegt, hauptsächlich mit Cabernet Sauvignon, Merlot und Cabernet Franc. Die beiden von Ca’Marcanda erzeugten Weine Promis und Magari haben auf Anhieb großen internationalen Erfolg erzielt und sollten auf keiner anspruchsvollen Weinkarte fehlen.

Panizzi

Giovanni Panizzi kaufte 1979 dass, in Sichtweite der historschen Mauern und Türme von San Gimignano gelegene Landgut Santa Margherita. Nach einigen Experimenten, präsentierte er im Jahr 1989 die ersten Flaschen seines Vernaccia di San Gimignano mit dem unverkennbaren, noch heute verwendeten Etikett. Mit seinen Weinen hat Panizzi im In- und Ausland diverse Auszeichnungen eingeheimst und sich einen hervorragenden Namen gemacht. Die wohl wertvollste Anerkennung waren vermutlich die drei Gläser des „Gambero Rosso“ für den Vernaccia di San Gimignano Riserva, dem ersten und einzigen Vernaccia, der diese Auszeichnung erhielt. Treffend beschreibt der „Gambero Rosso“ Giovanni Panizzi als „unbeugsamen Winzer“ der dem Drang zur Vereinheitlichung und Gleichmacherei in der toskanischen Weinwelt Widerstand leistet“.
Neben der zwölf Monate im Barrique ausgebauten Reserva keltert das Weingut einen Vernaccia, der im Edelstahl ausgebaut wurde, und den Lagen-Vernaccia Santa Margherita, der nach der Fermentation im Edelstahl fünf Monate in neuen Eichenfässern reift. Dass die Region exzellente Rotweine hervorbringen kann, beweisen die vierzehn Monate im Barrique ausgebaute Cuvée Folgóre (80 % Sangiovese, 10 % Merlot und 10 % Cabernet Sauvignon) und der reinsortige Cabernet Sauvignon Rubente (fünfzehn Monate Barrique). Das hohe Qualitätspotenzial der Region Colli Senesi dokumentiert der Chianti Riserva Vertunno, dessen 2005er Ausgabe vom „Gambero Rosso“ zwei Gläser verliehen bekam.

Poggio al Tufo, Tommasi

Das Weingut liegt in Pitigliano einer sehr bedeutenden Etrusker Ansiedlung in der Maremma (Toskana), nur etwa eine Stunde nördlich von Rom. Das 65 ha große Anwesen wurde im Jahr 1997 von der Familie Tommasi gekauft. Es liegt 350 m über dem Meeresspiegel und verfügt über ein mildes mediterranes Mikroklima. Nach gründlicher Analyse des Bodens wurde das Weingut mit autochthonen und internationalen Rebsorten bepfl anzt, wie zum Beispiel Alicante Bouschet, Vermentino, Sangiovese und Cabernet Sauvignon.

Tenuta di Bibbiano

Das Weingut liegt im historischen Chiantigebiet in der Gemeinde Castellina in Richtung Castello di Monteriggioni. Dort wurde schon zur Zeit der Etrusker Wein angebaut.
Die Tenuta di Bibbiano blickt auf eine lange Tradition zurück. Seit 1865 baut die Familie dort Wein und Oliven an. Derzeit wird das Unternehmen von den Brüdern Tommaso und Frederico Marrocchesi Marzi in fünfter Generation geleitet. Inmitten von Olivenhainen erstrecken sich die Weinberge von Bibbiano über insgesamt 25 Hektar an Hängen mit optimaler Sonneneinstrahlung und gutem Mikroklima. Im Anbau ist überwiegend Sanggiovese Grosso und Sangiovese, etwas Merlot und Colorino. Die ausschließliche Handlese, die sorgfältige Auswahl des Lesegutes und der Ausbau nach einzelnen Herkünften unterstreichen das Terroir mit seinen Eigenheiten auf natürliche Weise. Es entstehen Weine mit eigenständigem Charakter. Der Einzellagenwein Monteronello reift insgesamt ein Jahr in Eichenholzfässern. Die Einzellage Capannino ist zu 100% mit der Brunello-Traube Sangiovese Grosso bestockt. Der daraus gekelterte Chianti Classico Riserva reift 21 Monate in Barriques.

Tenuta La Badiola

Die Tenuta La Badiola liegt in der Toskana, genauer gesagt in der südlichen Maremma. Hier sind die Weinberge eher flach – nur lange Alleen aus Zypressen und Pinien bilden Erhöhungen in der Landschaft. Als der Großfürst Leopold II. 1826 durch die Maremma reiste, warf ihn sein Pferd auf dem Hügel Badiola ab. Einer göttlichen Eingebung dieses Momentes folgend, ließ er genau hier, nahe der Quelle Acquagiusta, einen Landsitz errichten und initiierte in den Jahren darauf ein umfangreiches Rekultivierungsprogramm für die gesamte Region. Das ehemalige Sumpfland verwandelte sich unter seiner Hand in eine fruchtbare Kulturlandschaft. Genau an der Stelle, an der sich der toskanische Erzherzog im 19. Jahrhundert niedergelassen hatte, eröffnete Vittorio Moretti im Jahr 2000 sein Weingut und vier Jahre später, gemeinsam mit seiner Tochter Carmen, das luxuriöse Fünf-Sterne-Hotel „L’ Ardana“. Gemeinsam mit dem französischen Spitzenkoch Alain Ducasse schufen sie nahe der malerischen Bucht von Castiglione della Pescaia eine wunderbare Oase des Genusses und der Entspannung. Die Weine tragen den Namen der lokalen Wasserquelle „Acquagiusta“: das reine, klare Wasser. Dies ist eine Reminiszenz an vergangene Zeiten, denn schließlich verdankt die Region ihre Fruchtbarkeit der von Leopold entdeckten Quelle. Ein Weißwein trägt den Namen „Acquadoro“ (goldenes Wasser), um seine Kostbarkeit hervorzuheben.

Tenute del Barone, Baron Patrick de Ladoucette

Baron Patrick de Ladoucette ist weltweit bekannt für feinste Weißweine von der Loire und aus dem Burgund! Nicht nur sein berühmter Baron de „L“ ziert weltweit die Weinkarten vieler Spitzenrestaurants. Gutes Essen und Trinken gehören bei ihm zum täglichen Leben. Dabei liebt und schätzt er als Franzose die italienische Küche und deren Weine. Das liegt wahrscheinlich an seinen Wurzeln: Seine Großmutter stammt vom sizilianischen Adelsgeschlecht der Vallombrosas ab, die später den Comte Lafond (Namensgeber unseres Sancarre Comte Lafond) heiratete. Weitere Nachfahren der Vallombrosas waren die Duca und Conte di Montemaggiore. Diese italienischen Wurzeln und seine Vorliebe für italienische Weine und Speisen veranlassten ihn letztendlich dazu, mehrere Weinberge in der Toscana zu erwerben und in den Weingütern Tenute del Barone zu vereinen.
Der 2009er Duca di Montemaggiore, ein mineralisch fruchtiger, komplett im Edelstahl ausgebauter Chardonnay aus der Maremma machte den Anfang. Der jetzt gefüllte 2010er wird begleitet vom Conte di Montemaggiore, einem fruchtig-kernigen Sauvignon Blanc. Beide wachsen auf den extrem eisenhaltigen Böden der südlichen Maremma.
Tenute del Barone nennt sich die Cuvée aus den Rebsorten Cabernet Sauvignon, Merlot und Cabernet Franc. Hier zeigt Baron de Ladoucette, dass man auch in der Toscana Rotweine im bordelaiser Stil vinifizieren kann. Alle 3 Weine gilt es unbedingt zu verkosten! Viele italienische Kollegen loben diese gelungenen Symbiosen aus italienischer Herkunft und französischer Erfahrung.